Luke Allnutt – Der Himmel gehört uns


Kurzbeschreibung


Wenn du glaubst, alles verloren zu haben, bleibt immer noch die Liebe …

Rob Coates kann sich wirklich glücklich schätzen: Er ist mit seiner großen Liebe Anna verheiratet und nach vielen gemeinsamen Jahren krönt der gemeinsame Sohn Jack endlich das große Glück der beiden. Bis zu dem Moment, an dem die kleine Familie eine unfassbare Diagnose erhält: Der kleine Jack leidet an einer unheilbaren Krebsart. Während es Rob den Boden unter den Füßen wegzieht, versucht Anna stark zu bleiben – doch anstatt zusammenzuhalten, entfernen die beiden sich immer weiter voneinander. Bis Rob einen Entschluss fasst, der das Leben der Familie für immer verändern wird …
Quelle:© Blanvalet Verlag


Meine Meinung


Ehrlich gesagt bin ich auf dieses Buch nur durch Zufall aufmerksam geworden und war direkt neugierig, zumal es sich um eine äußerst schmerzhafte aber doch ernsthafte Thematik handelt.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Hierbei handelt es sich im das Debüt des Autors. Umso bewundernswerter , das er sich gerade für so eine Thematik entschieden hat.
Er teilt das Buch in drei Teile auf , was wirklich auch sehr gut zum Ausdruck kommt.
Besonders schön haben mir die kleinen Erinnerungen am Anfang der Kapitel gefallen. Es hat etwas sehr liebevolles und herzerwärmendes an sich.
Sein Schreibstil ist sehr klar, direkt und schonungslos.
Sobald ich angefangen hatte, konnte ich auch nicht mehr aufhören. Es hatte mich gepackt.
Robs Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen.
Nicht zu Atem kommen lassen.
Es lag ein Kloß in meinen Hals fest, den ich einfach nicht mehr loswurde.
Die Geschichte hat mich in einen Strudel aus unendlichen Emotionen gezogen.
Ich habe während des Lesens so unglaublich gelitten, gehofft und gebangt.
Ich erlebte auch Momente des Glücks, die ein Lächeln auf mein Gesicht zauberten und ein Gefühl der Wärme entstehen ließen.
Ich war so sehr bei Jack, Rob und Anna.
Es ist schwierig womit sie sich konfrontiert sehen und dabei wird klar, das gerade Rob und Anna es niemals einfach hatten.
Dadurch das man ausschließlich Robs Perspektive erfährt hat man das Gefühl, Anna wirke etwas kühl und unnahbar. Dem ist jedoch keineswegs so. Anna äußert sich nur anders. Ihr Denken ist klarer, realitätsnaher. Sie sieht die Dinge , wie sie wirklich sind. Für ihre Art mochte ich sie unglaublich gern. Auch wenn es manchmal schmerzhaft ist, holt sie Rob immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Rob und Anna kämpfen jeder auf seine eigene Art und Weise.
Trauer, Wut, bedingungslose Liebe.
Man spürt ihre Zerrissenheit, die Ausweglosigkeit ihres Schicksals und doch gibt es immer wieder Hoffnung. Man greift immer wieder danach. Es ist das, was am Leben hält.
Sie sind überaus authentisch in ihrem Handeln und ihren Gefühlen. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und es auch nachvollziehen.
Nur jemand der Verluste erleben musste, kann verstehen , was es tatsächlich bedeutet.
Der allumfassende Schmerz der dich in Stücke reißt, die Trauer und Angst , die ein Stück von dir selbst mitnimmt.
Man fragt nach dem Sinn des Lebens und versteht es einfach nicht.
Doch manchmal gibt es vielleicht Hoffnung.
Robs Weg ist steinig und doch konnte ich ihn so gut verstehen.
Er macht wohl von allen die meiste Entwicklung durch. Weil man sie direkt miterlebt.
Er wird Opfer seiner eigenen Dämonen und Ängste.
Er kämpft , verliert sich und kämpft wieder. Ein Kreislauf der sich ständig wiederholt und ihm die Luft zum atmen nimmt.
Leere, Einsamkeit, Wut und Verzweiflung.
So viele Emotionen die ihn quasi in Stücke reißen.
Eine Geschichte die so wichtig ist und vielen helfen kann. Denn der Autor beschönigt nichts. Er geht klar und direkt vor und zeigt dabei, wie die Welt zu solchen Menschen ist.
Man empfindet Liebe, Hoffnung und Wut.
Es brannte mir unter den Nägeln. Ich war fassungslos, wütend.
Denn es wird klar wie verletzlich und angreifbar, man in solch einer Situation ist.
Ebenso fand ich den medizinischen Aspekt sehr schön. Man bekommt einen kleinen Einblick und kann sich damit auch gut auseinandersetzen.
Ein Geschichte die unglaublich zu Herzen geht und die man einfach fühlt. Sie brennt sich ein , als wäre da kein Platz mehr für anderes.
Schlussendlich hat mich Luke Allnutt mit dieser unglaublich berührenden Geschichte bewegt, mitgerissen und absolut überzeugt.
Eine Geschichte, die zwar nicht durch Wendungen hervorsticht, jedoch durch sein Einfühlungsvermögen und der Thematik völlig für sich einnimmt.
Eine Geschichte, die aufzeigt, wie wichtig jeder Augenblick ist.
Für mich ein ganz besonderes Werk.


Fazit


“Der Himmel gehört uns” ist unglaublich berührend und emotional.
Befasst sich mit einer äußerst schwierigen Thematik, die der Autor jedoch gekonnt und sehr einfühlsam umgesetzt hat.
Ein Werk das ich jedem ans Herz legen möchte.
Denn es ist mehr als Trauer, Wut und Angst.
Hoffnung, Liebe und Glück.
Es ist das Leben und zeigt Dinge, die so wichtig sind.
Sehr besonders, authentisch und vielschichtig ausgearbeitet.


Buchdetails


Autor: Luke Allnutt
Titel: Der Himmel gehört uns
Originaltitel: We own the Sky
Übersetzer: Veronika Dünninger
Teil einer Reihe: /
Genre: Gegenwartsliteratur
Erschienen: 12.Noveber 2018
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN: 978-3764506285
Seitenanzahl: 448
Preis: Taschenbuch 15,00€, Ebook 12,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Blanvalet Verlag

Ein Kommentar

  • Marie's Salon du Livre

    Hallo Susi,

    ich schreibe gerade meine Rezension zu “Der Himmel gehört uns”. Es hat mich ebenfalls tief bewegt und berührt.

    Ich verlinke deinen Post auf meiner Seite. Ich hoffe, das geht für dich in Ordnung. (Wird morgen in der Früh erst veröffentlicht)

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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