Graham Masterton – Das Haus von Jack Belias


Kurzbeschreibung


Als der Anwalt Craig Bellman und seine Frau Effie an einem Berghang das alte Herrenhaus Valhalla sehen, ist es um Craig geschehen. Er will das heruntergekommene Gebäude kaufen und restaurieren.
Und damit beginnt ihr Albtraum …
Das Haus hat eine schreckliche Geschichte voller Tragödien und Todesfälle. Als sich immer mehr unheimliche Dinge ereignen und ein qualvolles Schluchzen durch die Flure hallt, beauftragt Effie eine Spiritistin. Sie soll Valhalla von den bösen Schwingungen befreien …

Unheimlich und brutal. Ein echter Masterton-Klassiker, der jeden Horrorfan begeistern wird.

Pulp Legends – »guilty pleasure« für echte Horrorfans.

Exklusive Vorzugsausgaben ohne ISBN im Hardcover!
Mit Leseband, gebunden in der Festa-Lederoptik.
Keine eBooks.
Limitiert auf 999 Exemplare.
Quelle: © Festa Verlag


Meine Meinung


Alleine wenn ich das Wort „Valhalla“ schon höre, biegen sich meine Zehennägel hoch. Das klingt schon unglaublich gruselig. Und wenn so noch ein Haus heißt. Dann kann es nur gut werden.
Einen besseren Aufhänger gibt es eigentlich nicht und genau darum geht es in Mastertons neuem Buch „Das Haus des Jack Belias“.
Und wenn der Autor eins kann, dann die dunkle Atmosphäre lebendig werden zu lassen und längst vergangene Zeiten heraufzubeschwören.

Sein Schreibstil ist dabei wahnsinnig einnehmend und bildhaft. Die Atmosphäre absolut unheimlich und prägnant.
Er verzaubert nicht nur mit einem absolut faszinierenden Setting. Wobei „verstört“, dabei wohl richtiger wäre.
Er versteht es wirklich, die unglaublichsten Bilder im Kopf lebendig werden zu lassen.
Wir begleiten hierbei Craig und Effie.
Ein ganz normales Pärchen, bis sie einmal zu oft abbiegen und es verheerende Folgen auf ihr eigenes Sein hat.
Dabei spielen nicht nur diese beiden eine sehr wichtige Rolle. Zudem lernen wir noch weitere Charaktere kennen. Die manchmal unbedeutend, manchmal nur kurz anwesend sind. Aber weitgehend sind sie interessant und faszinierend in ihrer Ausarbeitung.
Jeder trägt seinen Teil dazu bei, um das Geheimnis rund um Valhalla zu entschlüsseln.

Schon der Einstieg hat mir unglaublich gut gefallen und ja, ich hab ordentlich mitgelitten.
Ein sehr prägnanter Einstieg, der gleichzeitig die eigentliche Runde erst einläutet.
Masterton versteht es, gekonnt in den Bann zu ziehen, dabei sehr subtil und effizient zu agieren, aber zugleich suggeriert er dir gekonnt, dass du nur schwer zwischen Realität und Illusion unterscheiden kannst.
Dabei ist Jack Belias wohl die faszinierendste und gleichzeitig brutalste, abscheulichste und perfideste Persönlichkeit, die mir je unter die Augen gekommen ist.
Dabei kann ich jedem nur empfehlen, so schnell zu rennen, wie man nur kann, andernfalls hat man buchstäblich verloren.

Die Handlung gestaltet sich als überaus spannend und interessant. Es fließt auch etwas Blut, aber eher um noch mehr Brutalität und Dramatik zu erzeugen.
Um zu begreifen, mit welch tiefgreifenden und verstörenden Dingen, wir es hier zu tun bekommen.
Dabei erzeugt er eine sehr große Dynamik zwischen den Charakteren.
Als Leser steht man oft etwas paralysiert und verständnislos neben sich, weil man oft nicht kapiert, welch schier unaussprechliche Sache sich da vor den eigenen Augen herauskristallisiert.
So abgrundtief Böse und beängstigend.
Gefangen zwischen Wahn und Obsession mündet es in deinen ganz persönlichen Albtraum, der zum Leben erwacht.
Es ist beklemmend und absolut verstörend.
Dabei ist nicht nur die Gegenwart sehr krass. Auch die Hintergründe fand ich echt heftig.
Weil es so viel Arroganz, Skrupellosigkeit und beginnenden Wahnsinn offenbart.
Verbunden mit Gewalt und Empathielosigkeit ist das eine verdammt explosive Mischung.
Bei den Hintergründen haben mich vor allem die psychologischen und auch menschlichen Aspekte so viel erleiden lassen.
Schmerz, Mitgefühl, Trauer, Qual.
Aufgelockert wurde es durch Peppers Art, was manchmal einfach nur gut tat.
Derweil belässt es der Autor nicht bei der unheimlichen Atmosphäre. Er lässt Köpfe rollen und das in so einem Tempo, dass man Mühe hat mitzukommen.

Mich hat diese Story rundum fasziniert und nicht losgelassen.
Auch wenn manches Mal etwas überspitzt agiert wurde, so gleicht er das mit gezielt gesetzten Erklärungen wieder aus.
Die mystische Atmosphäre ist einfach nur genial und das Haus ebenso.
Dabei erzählt er eine verstörende Geschichte, die so brutal sie auch ist, trotzdem etwas im Inneren auslöst.
Es gab Stellen, die waren extrem heftig und trotzdem waren sie wichtig.
Es zeigt Grausamkeit, Zerstörung und Wut in jeglicher Form und das mit einer Hingabe, die teilweise verblüfft.
Das Ende hat mir richtig gut gefallen. Hat mich aber auch etwas überrascht.
Insgesamt ein richtig guter Thriller, der nicht nur unter die Haut geht, sondern auch zeigt, dass es immer etwas gibt, das sich jeglicher Vorstellungskraft entzieht.
Aber nur, weil du etwas nicht sehen kannst, heißt das nicht, dass es nicht existiert.


Fazit


Graham Masterton hat mit „Das Haus des Jack Belias“, einen verstörenden, atmosphärischen und zugleich tiefgreifenden Gruselthriller geschrieben, der durch Mark und Bein geht.
Verstörend, explosiv und sehr faszinierend.
Eine Story, die ein Eigenleben entwickelt und dich damit förmlich in Ketten legt.
Unbedingt lesen.


Buchdetails


Quelle: © Festa Verlag

Autor: Graham Masterton
Titel: Das Haus des Jack Belias
Originaltitel: The House That Jack Built
Übersetzer: Elena Helfrecht
Teil einer Reihe: Pulp Legends Nr. 19
Genre: Horror, Thriller
Erschienen: 22. November 2022
Verlag: Festa Verlag
ISBN: Exklusive Vorzugsausgabe ohne ISBN
Seitenanzahl: 544
Preis: Gebundene Ausgabe 36,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Festa Verlag
Nur im Festa Shop erhältlich
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