Thomas Olde Heuvelt – Echo


Kurzbeschreibung


Eigentlich sollte es eine ganz gewöhnliche Bergtour werden, als Nick mit seinem Kumpel Augustin zu einer Kletterpartie in den Schweizer Alpen aufbricht. Doch dann kommt es unterwegs zu einem tragischen Unfall: Augustin stürzt in eine Gletscherspalte, Nick wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert – er wird für immer entstellt sein. Sam, Nicks Lebensgefährte, ist zunächst nur froh, dass sein Freund überlebt hat, aber dann passieren immer mysteriösere Dinge in Nicks Umfeld. Auch Nick selbst verhält sich immer seltsamer, und schon bald wird Sam klar, dass Nick etwas aus den Bergen mitgebracht hat. Etwas Böses …
Quelle: © Heyne Verlag


Meine Meinung


Schon als ich den Klappentext gesehen hab, wurde mein Interesse sofort geweckt, allerdings haben mich die 720 Seiten doch etwas abgeschreckt . Schlussendlich hat mich meine Freundin überzeugt, dass ich es definitiv lesen muss. Und damit hatte sie vollkommen recht, denn diese Story hat mich mehr als nur begeistert.

Der Schreibstil ist sehr einnehmend und absolut mitreißend, so dass mich die Handlung schnell im Griff hatte.
Dazu passt die beklemmende und gleichzeitig sehr düstere und bedrückende Atmosphäre absolut perfekt.
Puh. Die Charaktere.
Nick und Sam nehmen den Großteil der Handlung ein. Dadurch das man überwiegend ihre Perspektiven erfährt, erhält man einen sehr intensiven und zugleich verstörenden Eindruck in ihr Innerstes.
Mochte ich sie?
Ich hab keine Ahnung. Denn es sind sehr faszinierende und zugleich interessante Charaktere, die durch die unterschiedlichen Seiten ihrer Persönlichkeit überzeugen und auch im Inneren ein Stück weit berühren und nicht loslassen.
Teilweise zweifelt man an ihnen und zugleich ist da so eine Angst und Hilflosigkeit, der man nicht Herr werden kann.
Daneben lernt man noch weitere Charaktere kennen und auch diese werden sehr vielschichtig dargeboten.
Der Autor zeigt auf diese Art einfach sehr deutlich auf, egal wie gut man einen Menschen kennt. Man kennt ihn niemals wirklich. Denn die Abgründe sind hier verdammt tief. Das Böse kann existieren, aber um Leben zu können, braucht es einen Grundstein. Und gerade wie das der Autor erklärt und aufzeigt, hat mir so unglaublich gut gefallen.

Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Denn die Horrorelemente sind teils sehr detailliert und malerisch erzählt.
Aber das Grauen bietet sich nicht automatisch in der Gewalt dar.
Vielmehr ist es die eigene Vorstellungskraft, die dem ganzen ein Eigenleben verleiht.
Dabei schafft es der Autor auf eine sehr faszinierende Art und Weise das Setting darzubieten. Besonders die Liebe zum Detail gibt dem Ganzen so viel Ausdruck und Intensität.
In der Handlung fand ich mich sofort sehr gut zurecht.
Der Beginn war sehr nervenaufreibend, allerdings braucht die Geschichte dann erstmal etwas, um in Fahrt zu kommen.
Dabei ist die Erzählweise das besonders interessante daran.
Denn wir bekommen Mitschriften geliefert.
Dabei wechseln wir immer wieder in der Zeit.
Manchmal kam ich tatsächlich etwas durcheinander, wann Nick und wann Sam erzählte.
Erst später wurde dem Ganzen ein Fundament gegeben. Man verstand ,hinterfragte aber gleichzeitig.
Selbst jetzt am Ende bin ich doch sehr erschüttert und gleichzeitig fasziniert.
Denn sowas in dieser Art hab ich noch nie gelesen.
Es ist verstörend, brutal und teilweise weiß man einfach nicht, was man denken soll.
Es ist absolut beklemmend und beängstigend, bei dem was sich hier herauskristallisiert.
Es stellt sich immer wieder die Frage, ob es tatsächlich der Berg ist, der das Böse herausbringt, oder ob man einfach dem eigenen Wahn erliegt.
Schlussendlich ist es der eigenen Interpretation zu verdanken, was dir die Geschichte offenbart.
Definitiv eine Story, die mich nicht losgelassen hat.


Fazit


Echo ist ein ganz eigenes Horrorszenario, das sich in keine Schublade stecken lässt.
Beklemmend, verstörend, aber auch absolut faszinierend.
Wahn oder ist es tatsächlich der Berg?
Mich konnte die Story absolut begeistern und vor allem mit den Charakteren,als auch den sehr intensiven Beschreibungen des Setting beeindrucken.
Ich bin gespannt, was der Autor als nächstes zu Papier bringt.


Buchdetails


Quelle:© Heyne Verlag

Autor: Thomas Olde Heuvelt
Titel: Echo
Originaltitel: Echo
Übersetzer: Aus dem Niederländischen von Gabriele Haefs
Teil einer Reihe: /
Genre: Horror
Erschienen: 11. Oktober 2021
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 720
ISBN 10: 3453320980
ISBN 13: 978-3453320987
Preis: Ebook 13,99€ ,Paperback 17,00€, Hörbuch Download 27,88€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Heyne Verlag

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