Dania Dicken – Schrei vor Angst: Oregon Strangler


Kurzbeschreibung


Unter Tränen starrte sie an die Decke. „Warum tust du das?“
Das war eine gute Frage. Weil es ihm Macht gab. Weil es ihn befriedigte. So konnte er die Welt vergessen und alles darin, was ihn frustrierte.
Hier ging es nur um ihn und darum, was er wollte.
Und er tat es, weil er es konnte. So einfach war das.

Entführen, vergewaltigen, töten – als er einmal damit begonnen hat, kann Rick nicht mehr damit aufhören. In der ruhigen Kleinstadt Klamath Falls lebt der Elektriker vordergründig ein unauffälliges Leben mit seiner schwangeren Frau Clarice und seiner Tochter, doch in seiner Hütte in den Bergen zeigt der Oregon Strangler seinen Opfern sein wahres Gesicht.Jahrelang lebt er seine sadistischen Neigungen unentdeckt aus und avanciert zum gefürchteten Serienmörder. Doch als seine Aggression auch seine Familie trifft, kommt es zur Katastrophe …
Quelle: © Dania Dicken


Meine Meinung


Als riesengroßer Sadie Scott Fan, war die Geschichte von Rick Foster ein absolutes Muss für mich.
Da es sich hierbei um die Vorgeschichte der Reihe “Die Seele des Bösen “ handelt, eignet es sich auch super als Einstieg in die Reihe.
So kann man quasi alles von Grund auf kennenlernen, was durchaus seine Vorteile hat.
Dania Dicken hat hier nicht nur einen Thriller geschrieben, bei dem sich die Nackenhaare sträuben.
Es ist die Geschichte eines Mannes, dem jegliches Gefühl abhanden gekommen ist.
Empathie ist ein Fremdwort für ihn. Umso erstaunlicher war es für mich zu erfahren und zu begreifen, das er Familienvater ist.
Etwas in mir hat das wirklich überhaupt nicht verstanden.
Doch seine Frau hat ihn geliebt. Irgendwie
Im Laufe des Geschehen verstand ich es auf eine verschrobene Art und Weise.
Denn die Autorin schafft es , das man ihn charmant findet, nicht loslassen kann und wirklich ein Stück weit fasziniert von ihm ist.
Man bekommt auch ein Gefühl für Clarice und die Kinder.
Man sieht zwar die Ausweglosigkeit die sich dahinter offenbart, aber trotzdem empfindet man Unglauben und Wut.
Ich hatte immer meine Vorstellungen von ihm. Aber nicht das. Nicht so.
Ich dachte immer er wäre eine kaltblütiger Sadist.
Berechnend. Auf seinen eigenen Vorteil bedacht.
Die Wirklichkeit war jedoch sehr viel schlimmer und gleichzeitig ist er ein Mann, den man keinesfalls unterschätzen sollte.

Es ist erschreckend wie einfach es für ihn war.
Ohne Spuren zu hinterlassen. Ohne jeglichen Hinweis auf seine Taten.
Tatsächlich hatte ich gegenüber Rick nie das Gefühl von Angst oder Verzweiflung.
Es hat mir eher Spaß gemacht seine Geschichte zu lesen und zu analysieren.
Sicher war ich geschockt von seiner Kaltblütigkeit und Perfidität. Aber ich hab es nicht an mich herankommen lassen.
Aufgrund dessen das man seine Perspektive erfährt, ist man direkt an der Quelle. Und spürt seine Handlungen und Gedankengänge sehr deutlich.
Man erlebt hier quasi zwei Persönlichkeiten von ihm und vielleicht hab ich deswegen nicht so empfunden, wie es hätte sein sollen.
Was mich jedoch wirklich Kraft gekostet hat, war die andere Seite.
Die Opfer, die Menschen in seinem Umfeld.
Es berührte mich, aber nicht so sehr das ich keinen Ausweg gewusst hätte.
Die Verzweiflung, die Ängste und die Wut waren mehr als gut spürbar.
Je mehr Rick seine Laufbahn als Serienkiller antritt, umso mehr hat man das Gefühl, es entwickelt ein Eigenleben und entgleitet Stück für Stück.
Wahnsinn. Berechnung. Hochgefühl.
Das Gefühl man wäre Gott und nichts, aber auch gar nichts könnte einen aufhalten.

Die Ohnmacht die man dabei fühlt, weil ihm einfach nicht beizukommen ist, hat mich wahnsinnig gemacht.
Aber auf der anderen Seite geht er auch mit sehr viel Finesse ans Werke. Dumm ist er nicht, was man immer wieder zu spüren bekommt.
Und doch hat er sich seine eigene Traumwelt erschaffen, was geradezu beängstigend ist.
Viele Handlungen kannte ich ja schon. Aber anderes hat mich wiederum wirklich sehr überrascht und tatsächlich ziemlich sprachlos gemacht.

Neben einem sehr gut ausgearbeiteten Psychogram von Rick Foster, gibt es natürlich auch Brutalität , Gewalt und Blut. Und doch hatte ich das Gefühl, Dania Dicken traue sich nicht so richtig in die Vollen zu gehen. Was aber ansich nicht schlimm ist.
Denn die Auswirkungen nimmt man trotzdem sehr intensiv und sehr gut war.

Schlussendlich hat mich Ricks Geschichte sehr begeistert. Vor allem der Sarkasmus der in ihm brodelte. Das hat tatsächlich meinerseits zum grinsen gebracht.
Nichtsdestotrotz verfügt dieser Thriller auch über ernste Themen und es war einfach qualvoll und unmenschlich dieses zu spüren und zu verinnerlichen.
Die Seele bricht dabei Stück für Stück entzwei.
Das ist genau der Punkt, der mir so ungeheuer nahe ging.
Es geht hier nicht nur um plastische Fakten. Es wird lebendig und genau aus diesem Grund ist es auch so verstörend und beängstigend.
Eine Vorgeschichte, die mich vollkommen mitgerissen und meine Blickwinkel auf seine Psyche erweitert hat.
Für mich das Sahnetüpfelchen zu Sadies Reihe.
Ein Muss für jeden Fan.


Fazit


Ricks Geschichte ist ein absolutes Muss für Fans von Sadie Scott.
Denn man erblickt hier einiges , was man nicht erwarten würde und das die Blickwinkel unmerklich erweitert.
Ich bin wirklich sehr begeistert.
Denn seine Geschichte hat mich gleichermaßen verstört und auch etwas amüsiert.
Dabei ist es keinesfalls lustig.
Denn Dania Dicken bringt hier einiges zur Sprache , was man nicht ohne weiteres wegstecken kann.
Für mich einfach das Sahnetüpfelchen zur Sadie Scott Reihe.


Buchdetails


Autor: Dania Dicken
Titel: Schrei vor Angst: Oregon Strangler
Teil einer Reihe:
Genre: Thriller
Erschienen: 6.April 2019
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1790129928
Seitenanzahl: 275
Preis: Taschenbuch 9,99€, Ebook 4,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Dania Dicken

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