William R. Forstchen – One Year After: Die Welt ohne Strom (Band 2)


Kurzbeschreibung


Die spektakuläre Fortsetzung des Bestsellers

Ein Jahr nach den turbulenten Ereignissen von ONE SECOND AFTER: Ein EMP-Angriff hat sämtliche elektronischen Geräte unbrauchbar gemacht.
Der Geschichtsprofessor und Ex-Colonel John Matherson treibt in einer friedlichen Kleinstadt in North Carolina den Neuaufbau mit primitiven Mitteln voran.
Die Ankunft eines Regierungsvertreters weckt die Hoffnung, dass eine starke Hand landesweit geordnete Verhältnisse schafft. Stattdessen werden junge Männer und Frauen mit übertriebener Härte für eine ominöse ›Armee des Nationalen Wiederaufbaus‹ abgezogen. Diese Truppen sollen in weit entfernte Unruhegebiete geschickt werden. Matherson wird klar, dass mit dieser aufkeimenden Regierung nicht alles so ist wie es sein sollte und dass er etwas unternehmen muss …

Die fiktive Geschichte einer überaus realen Bedrohung
Quelle: © Festa Verlag


Meine Meinung


Der Auftakt der John Matherson Trilogie “One Second After ” hat damals richtig bei mir eingeschlagen. So realistisch, so beängstigend und beklemmend. Ein Szenario das gar nicht so abwegig erscheint.
So viele Kleinigkeiten, die selbstverständlich erscheinen und an die man einfach nicht denkt.
Mir hat es ehrlich gesagt ziemlich die Schuhe ausgezogen.
Darum war ich auch auf den zweiten Band mega gespannt. Dazu muss ich auch sagen, das ich den Klappentext nicht gelesen habe, weil es mir egal war. Es war vornherein klar, das ich auch diesen Band unbedingt lesen muss.

Das besondere an den Büchern des Autors, ist sein enorm fesselnder, emotionaler und doch sehr eindringlicher Schreibstil. Man liest es nicht nur, man hat das Gefühl direkt dabei zu sein.
Unglaublich atmosphärisch.
So lebendig, so authentisch und einfach unglaublich bildhaft und greifbar.
Das Herzstück ist natürlich John und seine Familie. Ich bewundere diesen Mann wirklich. Er ist herzlich, offen, kann aber auch hart durchgreifen.
Er ist durch und durch Familienmensch und ein wichtiger Bestandteil seiner Gemeinde, was hier wieder sehr gut zum Ausdruck kommt.
Schade fand ich, das hier Elisabeth und Makala etwas untergegangen sind. Aber die Momente, in denen man Ihnen begegnet, hab ich wirklich sehr genossen.
Ins Geschehen kommt man gleich wieder sehr gut hinein. William R. Forstchen webt immer wieder einige Rückblenden ein, so daß keine Wissenslücken entstehen und man sehr gut zurechtkommt.
Teilweise war es für liebgewonnene Charaktere, eine wundervolle Erinnerung und teilweise ein Denkmal , das ihnen errichtet wurde und was mir teilweise sehr unter die Haut ging.
Die Handlung schließt zwei Jahre nach Tag eins an.
Tränen, Blut und Schweiß sind geflossen.
Die Abgründe, in die man davor geblickt hat, waren grausam und menschenunwürdig.
Nun zwei Jahre danach , hofft man, es würde besser werden. Das Schlimmste ist schließlich vorbei.
Glaubt man. Hofft man.
Doch ist es tatsächlich vorbei oder nur ein Irrglaube?

Teil zwei empfand ich sehr viel anders , als den ersten Teil.
Nicht ganz so herzzerreißend, aber dafür unglaublich actionreich , atmosphärisch und intensiv.
Die Zerbrechlichkeit der eigenen Welt wird einem vor die Füße geworfen.
Kein rantasten mehr. Hier geht es ziemlich heftig zu.
Anfangs wird man vor allem damit gefüttert, was damals geschehen ist und zugleich merkt man, es war noch nicht alles.
Ab Mitte des Buches gibt es ordentlich Auftrieb und man hat keine Zeit, um nur einmal Luft zu holen.
Man wird mit Geschehnissen konfrontiert, die zunächst irgendeine Art von Hoffnung schaffen.
Umso schockierender empfand ich den weiteren Verlauf.
All die Willkür, die falsche Sicherheit, das Kalkül und die Perfidität dahinter. Unglaublich.
Ich war total fassungslos und gleichzeitig war es so unglaublich spannend.
Die Abgründe in die man hier blickt sind anderer Natur.
Es geht nicht nur ums Überleben. Es geht um Macht.
Es geht darum, zu zeigen, wer das Sagen hat.
Verluste egal. Scheinbar ist das nicht wirklich wichtig.
Es sind Menschenleben , mein Gott. Mich hat das so unglaublich wütend gemacht.
Und gleichzeitig hat man das Gefühl, John kämpft auf verlorenem Posten.
John hat mich definitiv überrascht, ebenso wie seine ganze Gemeinde.
So und nicht anders muss Zusammenhalt funktionieren.
Ich war absolut begeistert, wie sie miteinander agiert haben. Das hat mir teilweise Tränen in die Augen getrieben und gleichzeitig verliert man den Ernst der Lage niemals aus den Augen.
John und seine Gemeinde haben ordentlich zutun und dabei bleibt kein Stein auf dem anderen.
So viel Blut, Qual und Tod. Es hat mir das Herz zerrissen und mich emotional extrem gepackt.
Das Leben, das hier drin steckt, spürt man sehr intensiv.
Und gerade deswegen spürt man auch die Ängste, die Verzweiflung und innere Zerrissenheit so deutlich.
Doch niemals ist etwas nur schwarz oder weiß.
Opfer unterschiedlicher Natur. Dabei spreche ich nicht nur von Tod.
Es hat mich wirklich schockiert, ergriffen und so wütend gemacht.
Ich hoffe eine bestimmte Person, kommt auch im nächsten Teil wieder vor. Denn sie hat mich mit ihrem Mut und ihrer Stärke wirklich beeindruckt.

Letztendlich empfand ich auch diesen Roman als enorm großartig und überaus authentisch. Anders als der erste Teil. Stärker, gefestigter.
Manche Entscheidungen kann man nicht verstehen , geschweige denn nachvollziehen. Kann man “Ich habe nur Befehle befolgt ” immer als Rechtfertigung ansehen?
Nicht immer. Denn hier bekommen wir es mit einer Person zutun, die absolut facettenreich war. Ein richtiges Chamäleon, wie es im Buche steht. Mir standen teilweise wirklich die Haare zu Berge. Wäre es nicht so verdammt ernst, hätte ich gelacht. Und ich dachte immer wieder “Nicht sein Ernst”. Ich kann dafür keine Worte finden. Ich glaube, dazu gibt es einfach keine Worte.
Die Bandbreite an Entwicklungen ist unglaublich groß und hat mich immer innehalten und sinnieren lassen.
So kraftvoll, voller Schmerz und Leid.
Und doch schafft es der Autor, die zwischenmenschlichen Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren.
Vertrauen, Freundschaft und Loyalität. Es hat mir immer wieder Gänsehaut bereitet und Wärme geschenkt, in einer Welt in der nur Kälte herrscht und in der es ums nackte Überleben geht.
Aber auch dieser Band hat für mich einen guten Abschluss gefunden und ich bin verdammt gespannt auf das Finale.


Fazit


Im zweiten Band der John Matherson Trilogie steigen wir zwei Jahre nach den Geschehnissen von Tag eins ein.
Definitiv hat dieser Band so einiges in petto.
Definitiv anders als sein Vorgänger.
Eine wirklich sehr actionreiche und emotionale Handlung , die mich sehr schockiert und sprachlos gemacht hat.
Die Abgründe aufzeigt, die zu denken geben.
Eine Handlung die so herzzerreißend, fesselnd und einfach unglaublich spannend ist.
Selbst jetzt bin ich noch total sprachlos und denke darüber nach. Dieser Band ist kein Highlight, aber ein verdammt großartiger und beängstigender Nachfolger, der an die Grenzen und darüber hinaus treibt.
Ich bin schon mega neugierig auf das Finale.


Buchdetails


Autor: William R. Forstchen
Titel: One Year After: Die Welt ohne Strom
Originaltitel: One Year After
Übersetzer: Alexander Amberg
Teil einer Reihe: John Matherson Trilogie – Band 2
Genre: Thriller, Festa Action
Erschienen: 15.Juli 2019
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 978-3-86552-763-9
Seitenanzahl: 464
Preis: Taschenbuch 14,99€, Ebook 4,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Festa Verlag

 

 

 

 


Seriendetails


John Matherson Trilogie

  1. One Second After – Die Welt ohne Strom
  2. One Year After – Die Welt ohne Strom

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.