Rezension: Jürgen Seibold – Kinder

Autor: Jürgen Seibold
Titel: Kinder
Seitenanzahl: 416
Verlag: Piper Tachenbuch
Erscheinungsdatum: März 2012
Preis: 9,99€
ISBN – 10: 3492273076
ISBN – 13: 978-3492273077

Inhalt: 
Annette und Rainer Pietsch leben mit ihren drei Kindern in der Nähe von
Stuttgart. Sie sind glücklich verheiratet und mit ihrem Alltag mehr als
zufrieden. Doch als nach den Sommerferien ein neues Schuljahr anfängt,
beginnen die Kinder sich zu verändern. Der Familienfrieden wird bald vom
immer aggressiveren Auftreten der Kinder erschüttert, und als
schließlich ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben kommt,
beschleicht die Eltern ein schlimmer Verdacht … Annette und Rainer
Pietsch leben mit ihren drei Kindern in der Nähe von Stuttgart. Als nach
den Sommerferien ein neues Schuljahr beginnt, richtet sich die Familie
wieder im Alltag ein. Doch nach einigen Wochen beginnen sich die Kinder
zu verändern. Sarah wird zunehmend abweisend, und auch Michael und Lukas
entwickeln merkwürdige Verhaltensweisen. Der Familienfriede wird immer
mehr von dem aggressiven Auftreten der Kinder erschüttert. Haben die
Veränderungen etwas mit den beiden neuen Lehrern, Rosemarie und Franz
Moeller, und deren ziemlich unkonventionellen pädagogischen Methoden zu
tun? Als schließlich ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben
kommt, beschleicht die Eltern ein schlimmer Verdacht.
(Quelle: amazon )

Aufbau und Handlung:
Im wesentlichen zeichnet dieses Buch aus , was passiert wenn Schüler gedrillt, diszipliniert und manipuliert werden.
Es kristallisiert sich heraus welche Macht Lehrer über ihre Schüler haben.
Mobbing ist ein großer Aspekt dieses Buches, meiner Meinung nach ist dies ein großes Thema und hat nichts mit Disziplin zutun.
Dieses Buch beginnt gleich völlig spannungsgeladen. Die Spannung bleibt immer gleich, die Kursivtexte heizen das ganze noch auf, weil man unbedingt wissen möchte was dahintersteckt.
Der Autor macht gut klar, wie leicht Kinder zu manipulieren sind, jedoch fand ich dies nicht wirklich realistisch, denn so einfach kann es in meinen Augen nicht sein.
Eltern reagieren auch nicht immer so, wie es hier dargestellt wird.
Es ist für mich ein reines Fiktionsbuch und hat nicht wirklich viel mit der wirklichen Welt zutun.
Dennoch ist Mobbing ein großes Thema das auch in der realen Welt existiert.
Den Schluss des Buches fand ich wenig aufschlussreich, die Erlösung, die ich mir erhofft hatte trat leider nicht ein.
Dennoch kam der Grundaspekt rüber.
Es wird überwiegend aus der Sicht von Familie Pietsch geschildert.
Es kommen jedoch auch weitere diverse Protagonisten zu Wort.
Was ich durchaus gut finde, denn so kann man es aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Durch den sehr flüssigen Schreibstil, liest sich das Buch schnell weg.
Es ist in 10 Kapitel unterteilt.
Ein Psychothriller ist es in gewisser Weise schon, doch eher unterschwellig spürbar.
Es baut alles auf der psychologischen Ebene auf.

Meine Meinung:
 Ich habe dieses Buch in völliger Anspannung gelesen, ich war gefesselt, es hat mich nicht losgelassen und ich habe mit Familie Pietsch gelitten.
Dennoch hat mich das Ende unbefriedigt zurückgelassen.
Die Grundidee des Buch fand ich toll, dennoch eine wirkliche Auflösung, kam für mich nicht zustande.
Das Ende fand ich etwas an den Haaren herbeigezogen und wenig realitätsnah.
Man hätte das Schlussbild schlüssiger gestalten können, dann wäre dieses Buch ein echtes Highlight geworden.
Aber so ist es für mich ein durchschnittliches Buch.
Es ist ein Buch das mich trotz allem, nicht loslässt, vieles wird meiner Fantasie überlassen.
Dennoch würde ich es weiterempfehlen, da mir der zentrale Punkt des Buches sehr gut gefällt.

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