Martin Krist – Schwarze Nacht (Paul Kalkbrenner 11)


Kurzbeschreibung


Raffiniert. Grausam. Spannend.

Panik in der Hauptstadt: Scheinbar wahllos richtet ein Serienkiller junge Männer hin. Kommissarin Sera Muth und ihr Team suchen vergeblich nach einer Verbindung zwischen den Opfern. Bis der Mörder einen ihrer Kollegen tötet. Jetzt ist der Fall persönlich.

Auch der Student Marcus wird seit Tagen vermisst. Während seine Mutter unter Schock steht und das Schlimmste befürchtet, glaubt der schwerkranke Vater nicht an den Tod seines Sohnes. Er setzt alles daran, ihn zu finden – und bringt sich damit selbst in große Gefahr …

Ein Fall für Sera Muth.
Die Protagonisten.

In den Hauptrollen: Sera Muth. Hans-Werner Tietz. Ein junger Mann.In den Nebenrollen: Kriminalhauptkommissar Sebastian Berger. Dezernatsleiter Dr. Salm. Kriminaltechnikerin Dr. Franziska Bodde. Gerichtsmediziner Dr. Wittpfuhl. Rita Barnitzke, Sekretärin des Morddezernats. Reporter Hardy Sackowitz. Brigitte Tietz, Ehefrau von Hans-Werner Tietz.
Quelle: © Martin Krist


Meine Meinung


Endlich geht es mit der Reihe um Paul Kalkbrenner weiter. Allerdings ohne Kalkbrenner, diesmal übernimmt Sera Muth. Was mindestens genauso schön ist. Auch wenn ich trotz allem Paul vermisst habe. Und zwar nicht nur Paul.
Das hat jedoch nichts mit Seras Fähigkeiten zu tun. Denn sie ist eine verdammt interessante Persönlichkeit.

Der Schreibstil des Autors ist auch hier wieder ungemein fesselnd und bildgewaltig.
Im Fokus steht hier mehr oder weniger Marcus. Beziehungsweise, dass was mit ihm passiert oder eben nicht passiert ist.
Begleiten tun wir überwiegend Sera bei ihren Ermittlungen, aber auch weitere Charaktere kommen dabei zu Wort. Was definitiv nicht ohne ist und zu immer mehr Spekulationen führt. Den Charakteren aber auch sehr viel Raum und Tiefe verschafft.
Erzählt wird dabei wieder auf unterschiedlichen Zeitebenen, was definitiv sehr interessant ist, zumal man nicht die ganze Zeit genau das im Blick hat.
Ich mochte vor allem Tietz, Sera und Berger total gern. Um es mal so zu sagen. Alles sind sehr komplexe Charaktere, die definitiv nicht ohne sind. Und da schließen sich auch die Nebencharaktere nicht aus. Zudem sind sie überaus authentisch und greifbar.

Bereits der Einstieg hat mich unglaublich gefesselt und vor allem zieht sich genau dieses Erlebnis, wie ein roter Faden durch das Buch. Was in meinen Augen perfekt durchdacht ist.
Aber dieses Geschehen gibt auch verdammt viele Rätsel auf und man ist nur am hin- und herschieben. Und wirklich, ich war mir so sicher.
Selbst weitere Opfer konnten mich nicht davon abbringen. Ich war so von dem Leid und der tiefen Tragik, die hier passiert, gefangen, dass es mir auch einen gewissen Halt, einen Ausweg gab.
Denn neben den eigentlichen Verbrechen, spielt auch das menschliche Empfinden eine wahnsinnig große Rolle.
Wie viel Leid kann der Mensch ertragen, bevor er restlos zusammenbricht?
Nun, Martin Krist hat es in meinen Augen mehr als perfekt dargeboten. Und das auf mehr als einer Ebene.
Ich hab wirklich ungemein mitgelitten. Mich förmlich in der Angst, dem tiefen Schmerz gesuhlt. Denn irgendwie muss doch ein Ausweg zu finden sein.
Aber nein. Es gibt nur noch mehr Schmerz, noch mehr Erniedrigung,noch mehr Demütigung, noch mehr Wut und Eskalation.

Währenddessen lernen wir auch Sera etwas näher kennen. Und diese Frau ist ein wandelndes Mysterium, das niemals zusammenbricht.
Dabei werden hier auch verschiedene Themen angeschnitten und in meinen Augen einfach herausragend ausgearbeitet. Besonders mit dem, was Sera umtreibt, hat in mir so viele Aggressionen ausgelöst. Denn diese Frau muss so viel mitmachen, aber niemand dringt tiefer. Was sagt das über ihr Umfeld aus?
Auch im eigentlichen Fall gibt es einige Dinge, auf die ich nicht vorbereitet war, und die mir definitiv ziemlich heftig zugesetzt haben. Dabei schmeißt er nur mit Wendungen um sich, die es definitiv in sich haben und dem Ganzen nochmal eine völlig neue Richtung geben.
Aber am meisten hat mich das Ende niedergestreckt. Denn damit hab ich nie im Leben gerechnet. Da ist so vieles daran, was nicht schmeckt und moralisch fragwürdig ist. Und ich frage mich, ob es nicht besser wäre, sich in Unwissenheit zu wiegen.
Denn dann würde einem das wahre Ausmaß erspart bleiben.
Aber Fakt ist auch, dass dieser Band wieder enorm brutal und genial zugleich war. Alles, was ich zu wissen geglaubt habe, hat sich in Luft aufgelöst und ich bin definitiv sprachlos.
Unbedingt lesen. Definitiv ein Highlight.


Fazit


Kalkbrenner muss nicht unbedingt anwesend sein, damit ein Thriller aus seiner Reihe zu einem wahren Pageturner mutiert.
Erschütternd, brutal und ausweglos.
Ein komplexer Thriller, der mit menschlichem Leid besticht, mit großartigen Charakteren punktet und so manches Mal Rätsel aufgibt.
Ich liebs. Definitiv ein Highlight.


Buchdetails


Quelle: © Martin Krist

Autor: Martin Krist
Titel: Schwarze Nacht
Teil einer Reihe: Paul Kalkbrenner – Band 11
Genre: Thriller
Erschienen: 15. Januar 2024
Verlag: R & K
ASIN: B0CNL2QVW2
ISBN-13: B0CNL2QVW2
Seitenanzahl: 353
Preis: Taschenbuch 11,99€, Ebook 1,99€ (Einführungspreis, ), KU
Wertung: 5/5 – Highlight
Bildquelle/Cover: © Martin Krist

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Seriendetails


Paul Kalkbrenner

  1. Zornesblind
  2. Teufelswild (Gier)
  3. Mordskalt (Trieb)
  4. Engelsgleich
  5. Kalte Haut
  6. Kindsschuld
  7. Märchenwald
  8. Wunderland
  9. Hexentanz
  10. Fegefeuer
  11. Schwarze Nacht
  12. Grabeslicht (29.04.24)

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