Dania Dicken – Wo Tod statt Liebe wartet (Libby Whitman 6)


Kurzbeschreibung


Nach seinem lebensgefährlichen Schuss auf FBI-Profilerin Libby Whitman läuft die Fahndung nach dem flüchtigen Vincent Howard Bailey auf Hochtouren. Vergebens, denn als die brutal zugerichtete Leiche einer vermissten Frau auftaucht, wird klar: Bailey ist auf dem besten Wege, ein Serienmörder zu werden.
Zeitgleich bittet die Polizei das FBI um Hilfe, als in einer Kleinstadt in Virginia die skelettierte Leiche eines Mädchens in einer Hauswand gefunden wird. Das Skelett des Teenagers weist Spuren jahrelanger Misshandlungen auf – und es scheint keine Vermisstenanzeige zu dem Fall zu passen.
Als Bailey erste Drohungen gegen Libby richtet, zögert Profiler-Chef Nick Dormer nicht länger und lässt Bailey auf die Most Wanted List des FBI setzen. Doch Bailey hat sein nächstes Opfer längst in seiner Gewalt – und schmiedet einen perfiden Plan …

Quelle: © Dania Dicken


Meine Meinung


So lange wollte ich schon in der Reihe um Libby Whitman von Dania Dicken weitermachen. Kurzerhand habe ich heute kurzen Prozess gemacht und einfach spontan danach gegriffen.
Die perfekte Entscheidung überhaupt.
Allerdings sollte man nie vergessen, dass man danach nicht mehr aufhören kann.

Zum Schreibstil der Autorin muss ich eigentlich gar nichts mehr sagen.
Er ist phänomenal, süchtig machend und ich liebe ihn einfach.
Genauso wie Libby.
Jedes Mal wenn ich wieder einen Band lese, fühlt es sich wie nach Hause kommen an.
Wir erfahren hier sowohl Libbys Perspektive, als auch die des Täters.
Insgesamt konnten mich die Charaktere wieder stark begeistern. Vor allem Libby, die sich niemals ihre Stärke nehmen lässt, auch wenn es sie alles kosten könnte.
Und Owen geht mit seiner Art einfach unglaublich nahe.
Und es gibt ein kurzes Wiedersehen mit alten Bekannten, was sich so unglaublich gut angefühlt hat.

Mir persönlich hat dieser Band extrem zugesetzt. Er kämpft gleich in zweierlei Gebieten und beide für sich genommen sind ungemein heftig.
Auch wenn mir hier der zweite Fall oft noch viel mehr zu schaffen machte, als es der erste zunächst vermochte.
Ich fand die Thematik unglaublich heftig und brutal. Sowohl aus psychologischer, als auch in menschlicher Hinsicht.
Man kann es nur schwer begreifen oder gar verarbeiten. Was hier passiert, liegt fern von jeglicher Vorstellungskraft.
Es tobt so viel Wut in einem, dass es kaum zu ertragen ist.
Eine Welle aus Narzissmus, Egoismus, Geltungsbedürfnis und Empathielosigkeit brandet hier auf einen ein.
Auch wenn man dieses Grauen, diese Tragödie kommen sieht, ist man ihr dennoch hilflos ausgeliefert und viel zu geschockt, um irgendwas zu empfinden oder gar sagen zu können.
Es tut weh, es quält dich. Lässt dich den Glauben an jegliche Menschlichkeit verlieren.
Am meisten geschockt war ich über diese Kälte und Gewissenlosigkeit, in deren Verlauf es keine Grenzen mehr gibt.
Menschlichkeit scheint einfach nichts mehr wert zu sein .
Doch viel schwerer wiegt nicht das, was offensichtlich ist. Sondern das, was es nach sich zieht. Das sich dadurch alles verändert und mitten in eine Abwärtsspirale führt.

Auch Libby und Owen haben ordentlich zu kämpfen. Denn Libby ist in Gefahr und diese ist nicht zu unterschätzen. Dabei versteht es der Täter geschickt zu täuschen und in die Irre zu führen.
Das ist unglaublich beängstigend und verstörend zugleich.
Er ist berechnend, skrupellos und arrogant.
Die Taten sind unglaublich bestialisch und nichts für sanfte Gemüter. Auch wenn die Autorin sich etwas mit den Details zurückhält, so ist man dennoch völlig geschockt davon.
Denn das wahre Grauen spielt sich zwischen den Zeilen ab und diesen ist man hilflos ausgeliefert.
Aber auch positive Momente gibt es zu verzeichnen und diese fühlen sich einfach so unglaublich gut und sicher an.
Doch der Moment hält nicht lange und es wird nervenaufreibend in jeder erdenklichen Hinsicht. Bis es in einen Showdown mündet, der nur schwer zu verarbeiten und zu ertragen ist.
Ich bin so froh, bereits Band 7 hier zu haben, um direkt weiterlesen zu können.

 


Fazit


„Wo Tod statt Liebe wartet“ trifft den Nagel auf den Kopf.
Dania Dicken punktet hier mit einer extrem verstörenden Thematik, die nur schwer zu ertragen ist. Und daneben hat man Anteil an Libbys ganz persönlichen Alptraum.
Ich fand es unglaublich heftig, es hat mich in vielerlei Hinsicht unglaublich viel gekostet.
Man möchte hier einfach nur schreien und weglaufen.
Für mich ein extrem tiefgreifender Band, der das wahre Grauen zwischen den Zeilen birgt.
Ein Muss für jeden Thriller Leser.

 


Buchdetails


Quelle: © Dania Dicken

Autor: Dania Dicken
Titel: Wo Tod statt Liebe wartet
Teil einer Reihe: Libby Whitman – Band 6
Genre: Thriller
Erschienen: 16. November 2020
Verlag: Independently published
ASIN : B08NMJ8YMG
ISBN-13: 979-8698037323
Seitenanzahl: 277
Preis: Taschenbuch 9,99€, Ebook 3,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Dania Dicken

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Seriendetails


Libby Whitman

  1. Brave Mädchen schreien nicht
  2. Brave Mädchen schweigen still
  3. Wenn die Unschuld Feuer fängt
  4. Dein Schmerz wird meine Rache sein
  5. Ihre Schreie sind Musik
  6. Wo Tod statt Liebe wartet
  7. Schrei um dein Leben
  8. Die Angst kommt in der Dunkelheit
  9. Auf den Schwingen des Blutes
  10. Brennen soll Amerika
  11. In den Ketten der Angst
  12. Traum von Ruhm und Tod
  13. Wenn die Wahrheit leise stirbt
  14. Bis zum blutigen Ende (11. November 2022)

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