Nicholas Sansbury Smith – Trackers. Buch 1


Kurzbeschreibung


Die USA, so wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr. In ihren Städten ist es dunkel geworden. Und das ist nur der Anfang …

Der Polizeichef Marcus Colton und Tracker Sam ›Raven‹ Spears haben sich noch nie gemocht. Doch als im Rocky-Mountain-Nationalpark ein junges Mädchen vermisst wird, heuert Colton den Fährtenleser an, um es zu finden. Sehr schnell wird den beiden bewusst, dass sie sich auf der Spur eines wahnsinnigen Mörders befinden.
Und dann erfolgt durch Nordkorea ein EMP-Angriff auf die Vereinigten Staaten. Ohne Strom versinkt das Land in ein blutiges Chaos – und die Jäger werden zu Gejagten …

In einer Zeit, in der die Bedrohung noch nie so real war, schildert die Trackers-Serie, welche Auswirkungen ein EMP-Angriff haben könnte. Explosive, harte Action, geradezu aus den Schlagzeilen gerissen.
Quelle: © Festa Verlag


Meine Meinung


Eine der Neuerscheinungen auf die ich mich mega gefreut habe, war der erste Band der Trackers Reihe.
Nicht nur dieses Endzeitszenario bringt absolute Beklemmung hervor.
Denn der Autor bringt hier neben einer schon äußerst beklemmenden Thematik, auch ordentlich Thriller Elemente ins Spiel.
Was mich persönlich etwas zwiegespalten zurückgelassen hat.
Beide Themen sind ohne Frage gewaltig und erfordern ungemein viel Aufmerksamkeit. Daher war ich doch skeptisch, ob die Geschichte beiden Themen gerecht werden würde.
Das Cover ist voller Ausdruck und bringt den Kern der Story perfekt wieder.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und leicht verständlich. Da wir es aber mit einer recht komplexen Story zutun haben, muss man verdammt gut aufpassen, um ja nichts zu verpassen.
Es ging auch gleich recht spannend los. Dennoch brauchte ich ein paar Seiten mehr, um mich komplett in das Geschehen fallen lassen zu können.
Man lernt hier vollkommen unterschiedliche Persönlichkeiten kennen, die aber für die allgemeine Handlung sehr wichtig sind und Aufmerksamkeit erfordern.
Richtig Bindung zu den Personen konnte ich leider nicht aufbauen, obwohl ich durchaus von den Emotionen mitgerissen wurde. Man erfährt zwar einige Perspektiven , dennoch blieben mir die Personen etwas blass. Was aber aufgrund der Thematik und der Vielschichtigkeit der Story nachvollziehbar ist.
Colton hat mein Herz jedoch im Sturm erobert. Ebenso die kleine Ally und Nathan.
Raven und Charlize waren für mich hingegen unglaublich interessante Persönlichkeiten. Die schon einiges erlebt und mitgemacht haben. Ihr Schmerz strahlte förmlich von Innen nach Außen.
Insgesamt gelang es dem Autor ein recht gutes Bild auf die Charaktere zu werfen. Sie waren authentisch und mit einigen Ecken und Kanten versehen.

Die Handlung ist unglaublich spannend und actionreich. Besonders der Thrilleranteil hat mir sehr gut gefallen und unglaublich viel Spaß bereitet.
Ein Killer der nicht zu fassen ist und eine Leiche nach der anderen ablegt. Diese Taten können grausamer und bestialischer kaum sein.
Mir standen die Nackenhaare zu Berge und ich fühlte immens mit.
Man spürt diesen Wahnsinn und das Kalkül sehr deutlich und hat nur noch den Wunsch , dem Ganzen ein Ende zu bereiten.
Colton hat es hier verdammt schwer, da er zum einen mit dem EMP Angriff zurechtkommen muss.
Was selbst schon keine leichte Kost ist und die unterschiedlichsten Gedankengänge hervorruft.
Man kommt einen guten Eindruck davon, was passiert ist, dennoch erfüllte es für mich nur den Effekt einer Nebenhandlung. Was ich hier als noch nicht allzu dramatisch erachte. Da es sich ja erst um den ersten Band handelt.
Dennoch schafft er es auch hier schon Beklemmung und Panik hervorzurufen.

Viel mehr glänzt eindeutig der Mordfall.
Blutig, perfide und grausamer, als alles , was ich zuvor erlebt habe.
Schock, Entsetzen und absolute Fassungslosigkeit.
Mich durchströmten Momente des Ekels, was nicht unbedingt am Blut lag. Sondern vielmehr an dem Psychogramm des Täters.
Dabei wird auch vor Details nicht halt gemacht, was den Wahnsinn nur noch mehr verstärkt.
Eine nervenzehrende Katz- und Mausjagd entwickelt sich, bei der man jede Hoffnung verliert.
Besonders das letzte Drittel war ein Auf und Ab an Emotionen und Eindrücken. Daneben werden noch einige Wendungen eingebaut, die ich absolut nicht erwartet habe und die mich komplett überraschend überrollt haben.
Das Ende ist in sich stimmig und macht direkt Lust auf den Nachfolger.
Ein Ende , das man so nicht vorhergesehen hat.

Schlussendlich ist hier wirklich ein genialer Thriller gelungen , der ein Endzeit Szenario in sich birgt.
Mir konnte es den Mund definitiv wässrig machen, aber noch nicht ganz überzeugen.
Ich bin jetzt schon gespannt, welche Trümpfe er bei Band 2 aus dem Ärmel schütteln wird.
Ein Thriller der definitiv nichts für schwache Nerven ist und auch etwas verstört.


Fazit


Trackers, so heiß ersehnt und verschlungen.
Eine komplexe Story die vor allem mit dem Thrilleranteil punktet und die Haare schier zu Berge stehen lässt, inklusive Augen rollen und emotionale Momente.
Daneben spielt auch ein Angriff auf die USA eine sehr wichtige Rolle.
Definitiv ein Thriller, der nachdenklich macht, heftig mitzittern lässt und einiges zwischen den Zeilen mitgibt.
Ein Reihen Auftakt der sehr gelungen ist,mich aber noch nicht gänzlich überzeugen konnte.
Ich bin sehr gespannt darauf, welche Trümpfe der Autor bei Band 2 aus dem Ärmel schütteln wird.
Definitiv wurde mir hier absolut Appetit auf mehr gemacht.


Buchdetails


Autor: Nicholas Sansbury Smith
Titel: Trackers. Buch 1
Originaltitel: Trackers
Übersetzer: Christian Jentzsch
Teil einer Reihe: Band 1
Genre: Thriller
Erschienen: 25. April 2019
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 978-3-86552-741-7
Seitenanzahl: 384
Preis: Taschenbuch 14,99€, Ebook 4,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle/Cover: © Festa Verlag


Seriendetails


Trackers

  1. Trackers. Buch 1
  2. Trackers Buch 2 (ET: 26.06.2019

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