Martin Krist – Stille Schwester: Der zweite Fall für Kommissar Henry Frei (Henry Frei 2)


Kurzbeschreibung


DU BIST GLÜCKLICH? BALD BIST DU TOT!

Seit Monaten treibt ein Serienkiller sein perfides Spiel in der Hauptstadt: Auf heimtückische Weise erdrosselt er die Frauen, verwandelt ihre Leichen in groteske Kunstwerke. Es gibt keine Verbindung zwischen seinen Opfern. Er hinterlässt keine Spuren. Kommissar Henry Frei und sein Team stehen vor einem Rätsel.

Die Ehe von Rebecca und Andreas könnte glücklicher nicht sein. Bis sie seinen Lügen auf die Schliche kommt. In ihr keimt ein furchtbarer Verdacht. Wer ist Andreas wirklich?

Der zweite Fall für Kommissar Henry Frei.

 

Quelle: © Martin Krist


Meine Meinung


Vom Auftakt der Reihe rund um Kommissar Henry Frei war ich komplett begeistert. Doch nachdem dieser mit noch offenen Fäden endete, fieberte ich sehnlichst der Fortsetzung entgegen.
Nun endlich da und ich musste ihn sofort inhalieren.

Ein Krist wie er im Buche steht.
Hart , kompromisslos und subtil.
Ein Hauch von Wahnsinn und namenloses Grauen schwebt in der Luft.
Er schreibt wie gewohnt sehr fließend, stark einnehmend und absolut bildgewaltig.
Ich begann mit dem Lesen und ich war vollkommen mittendrin. Meine Nerven waren schon zu Beginn zum zerreißen gespannt.
Wie subtil und gnadenlos er schon am Anfang zu Werke geht , ist bewundernswert.
Man erfährt auch hier wieder mehrere Handlungsstränge, die zunächst nichts gemein haben.
Da haben wir zum einen Frei und die Suche nach dem Mörder. Natürlich bleiben weitere Taten nicht aus , was die Spannung noch immens erhöht und zum anderen haben wir Rebecca, die auf einer hohen Welle des Glücks tanzt.
Doch schon bald türmen sich dunkle Wolken vor ihr auf , die alles zu zerstören drohen.
Angst , Zweifel , innere Zerrissenheit.
Woran soll man noch Glauben , wenn die Zweifel einen zerfressen?
Wem darf man vertrauen , wenn Ängste und Verzweiflung immer stärken werden?

Ich liebe Henry Frei. Er ist klasse , authentisch und einfach greifbar.
Rebecca mochte ich auch sehr gern. Gerade weil man ihr Innerstes gekonnt nach Außen kehrt.
Wut , die nackte Angst und die ganzen Stürme , die ihr toben.
Es hat mich förmlich angeschrien und elendig mitzittern lassen.
Sie hat mich komplett in Starre verfallen lassen mit ihrem ganzen Sein.
Und immer die Frage, worum geht es wirklich?
Richtig toll fand ich, daß man dabei auch von beiden die Perspektiven erfährt. Das verstärkt nicht nur die Tiefe, sondern auch den emotionalen Aspekt. Man fühlt sich den beiden verbunden und hat das Gefühl, alles am eigenen Leib zu erfahren.
Es gab aber noch eine weitere Person, die für mich enorm interessant und facettenreich war. Ich geriet in Konflikt mit meinen eigenen Emotionen. Ich wusste nicht ob ich Mitgefühl, Angst oder Abscheu empfinden sollte.
Es entwickelte sich ein Kreislauf, der enorm viel verrät, aber auch viel geheimnisvolles mit sich bringt.

Während der Handlung nahm die Spannung immer mehr zu. Ich war förmlich wie elektrisiert, weil ich endlich wissen wollte , wer hinter allem steckt.
Was mich aber wirklich in den Wahnsinn getrieben hat , waren die gemeinen Cliffhanger am Ende der Kapitel. Ich wusste teilweise wirklich nicht ob ich lachen oder weinen sollte.
Je mehr man der Lösung näher kommt , umso mehr Wendungen wurden eingewoben.
Entsetzen , Fassungslosigkeit.
Wut , Verzweiflung.
Ich versank vollkommen und doch konnte ich nicht aufhören.
Immer mehr Fragezeichen türmten sich bei mir auf.
Martin Krist ist es gelungen , das ich irgendwann komplett neben mir stand.
Dabei fand ich auch die Ermittlungen sehr gut nachvollziehbar gestaltet. Man konnte sich wunderbar hineinversetzen und dabei seinen eigenen Spuren nachgehen.
Das Ende hat mich jedoch komplett sprachlos gemacht.
Ich war komplett fassungslos , geschockt und musste erstmal Luft holen.
Damit hätte ich nie gerechnet.
Als wäre das noch nicht genug, setzt er trotzdem noch eins drauf und man muss völlig hilflos mitansehen, was ohne Unterlass auf einen zurollt.
Man verspürt keine Erleichterung.
Man möchte einfach nur mehr als alles andere den nächsten Band lesen.

Er hat hier einen Kriminalfall geschaffen der nicht nur perfide und abgründig ist. Er kommt ohne Blutvergießen aus , trotz allem hat man das Gefühl , man blicke dem Bösen in die Augen.
Gänsehaut und Adrenalin pur.
Böses Kind fand ich schon richtig klasse, Stille Schwester toppt es sogar noch und ist für mich ein klares Highlight.
Man hat das Gefühl, mit jedem weiteren Buch , wird er noch ein Ticken besser.
So müssen Thriller sein.

 


Fazit


Böses Kind war absolut klasse.
Stille Schwester ist subtil und absolut perfide.
Eine Handlung die das pure Grauen auslöst , emotional an die Grenzen bringt und komplett flasht.
Stille Schwester toppt den Vorgänger noch um Längen. Ein absolutes Highlight.
So müssen Thriller sein.
Hart , kompromisslos und voller Gänsehaut Momente .


Buchdetails


Autor: Martin Krist
Titel: Stille Schwester: Der zweite Fall für Kommissar Henry Frei
Teil einer Reihe: Kommissar Henry Frei – Band 2
Genre: Thriller
Erschienen: 18..Juli 2018
Verlag: R & K
Seitenanzahl: 219
Preis: Ebook für kurze Zeit 0,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Martin Krist

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