Petra Johann – Die Schwester


Kurzbeschreibung


»Jeder Mensch hat dunkle Gedanken. Wie lauten deine?«

Lisa und Mara sind zwei ungleiche Schwestern. Lisa ist eine erfolgreiche Ärztin, führt eine liebevolle Ehe und hat zwei kleine Kinder. Mara ist Single und lebt von Gelegenheitsjobs, sie nimmt das Leben, wie es kommt. Doch dann fährt Lisa zu einer Tagung, von der sie nicht zurückkehrt. Während die Polizei nur zögernd ermittelt, macht Mara sich selbst auf die Suche. Dabei erfährt sie seltsame Dinge über ihre Schwester, die offenbar einiges vor ihrer Familie verbarg. Und dann wird eine Tote in einem Waldstück gefunden.

Ein spannender, hintergründiger Kriminalroman über zwei Schwestern und die Frage, was wir wirklich voneinander wissen
Quelle: © Rütten & Loening Berlin


Meine Meinung


„Die Schwester“ von Petra Johann klang vom Klappentext her unglaublich gut, so dass ich es unbedingt lesen musste.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und nimmt auf eine sehr eigenwillige Art ein.
Hierbei geht es um die Schwestern Mara und Lisa. Dabei erfährt man hauptsächlich Maras Perspektive, wodurch man sie besonders gut kennenlernt.
Mara ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Sie macht ihr eigenes Ding und schert sich selten darum, was andere von ihr denken oder über sie sagen.
Aber ihre Schwester ist ihr wirklich wichtig und sie setzt alles daran, sie zu finden.
Die Nebencharaktere sind sehr gut gelungen, auch wenn einige keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie tragen auf ihre Art dazu bei, dass diese Geschichte sehr interessant und undurchsichtig wird.

Ich kann nicht sagen, dass es mich sofort extrem begeistert hat.
Denn es beginnt sehr ruhig, ist aber dennoch sehr eindrucksvoll. Die Spannung ist dabei eher unterschwellig spürbar.
Es ist die Entwicklung während der Handlung, die einfach nicht loslässt.
Alles rankt sich um Lisa. Sie verschwindet von heute auf morgen. Sie hat alles, ist glücklich und steht mit beiden Beinen im Leben.
Also, was ist passiert?
Der Verlauf war sehr interessant und mitreißend.
Man verfolgt sämtliche bekannte Thesen, hat aber das Gefühl, auf der Stelle zu treten.
Die Autorin fokussiert sich aber nicht allein auf Lisa, wodurch etwas Abwechslung ins Spiel kommt.
Und Mara ist schon eine sehr eigenwillige Persönlichkeit. Aber genau deshalb mochte ich sie so gern.
Ihr Privatleben sorgt immer wieder für Aufwind. Wodurch es nie langweilig wird.

Petra Johann geht im Laufe der Handlung enorm in die Tiefe, wodurch man das Gefühl hat, niemanden wirklich zu kennen und sie ständig neu zu entdecken. Was für ordentlich Zündstoff sorgt.
Die Thematik, die hier gewählt wurde, ist definitiv nicht ohne und hat mich doch ziemlich erschüttert. Nicht weil es so unvorstellbar ist. Sondern weil man es sich einfach nicht vorstellen kann. Nicht vorstellen will. Denn es hängt so viel daran.
Ebenso die Auflösung hat mich einfach nur traurig und wütend gemacht. Die Intention dahinter und dieser ganze Prozess ist schon eine harte Hausnummer. Aber noch mehr ist es die Abgeklärtheit dahinter. Da fehlen mir wirklich die Worte.
Noch drastischer ist es, wie das ganze Umfeld mit einbezogen wird und man einfach die Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit sehr intensiv spürt.
Petra Johann hat mich definitiv überrascht. Ein Kriminalroman, der mit den leisen Tönen unter die Haut geht und zwischen den Zeilen so viel Schmerz und Tragik freilegt und vor allem mit der Auflösung extrem überrascht.


Fazit


Petra Johann konnte mich mit „Die Schwester“ extrem überraschen.
Ein Kriminalroman, dessen Thematik nicht ohne ist und definitiv zu denken gibt.
Tiefgreifend, beklemmend und komplex.
Definitiv eine Leseempfehlung.


Meine Meinung


Quelle: © Rütten & Loening Berlin

Autor: Petra Johann
Titel: Die Schwester
Teil einer Reihe: /
Genre: Kriminalroman
Erschienen: 17. Mai 2023
Verlag: Rütten & Loening Berlin
ISBN-10: 3352009988
ISBN-13: 978-3352009983
Seitenanzahl: 410
Preis: Paperback 18,00€, Ebook 13,99€ , Hörbuch Download 17,99
Wertung: 4/5
Bildquelle/Cover: © Rütten & Loening Berlin

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